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EinführungIn der bildungspolitischen Diskussion reden alle Akteure von Schlüsselqualifikationen. Auch die Bildungsgewerkschaft GEW hält die Ausbildung und Förderung von Schlüsselqualifikationen oder Schlüsselkompetenzen in Schule, Ausbildung und Universität für unverzichtbar. Die GEW setzt sich für eine sinnvolle Implementierung des Erwerbs von Schlüsselqualifikationen in allen Bildungsstufen ein. Auch DoktorandInnen müssen während ihrer Promotionsphase die Möglichkeit haben, Schlüsselqualifikationen zu erwerben.
Was sind Schlüsselqualifikationen?
Schlüsselqualifikationen werden definiert als ein Bündel von allgemeinen Fähigkeiten, Fertigkeiten sowie Wissen, das in Schule und Hochschule vermittelt werden soll, um den Anforderungen des Berufslebens gewachsen zu sein. Der Erwerb von Schlüsselqualifikationen soll dabei nicht nur die Einstiegschancen in die Arbeitswelt verbessern. Auch langfristig sollen ArbeitnehmerInnen in die Lage versetzt werden, sich den stetigen Veränderungen von Arbeitsbedingungen und -techniken durch Fort- und Weiterbildung anzupassen. Schlüsselqualifikationen verleihen in diesem Sinne also etwa auch die notwendigen Kompetenzen, sich aktiv an der demokratischen Ausgestaltung des öffentlichen Lebens zu beteiligen und insbesondere auch das Recht betrieblicher Mitbestimmung wahrzunehmen.
Welche Schlüsselqualifikationen sollten Promovierende ausbilden?
Neben der allgemeinen Fachkompetenz sind als Schlüsselqualifikationen insbesondere die Methodenkompetenz und die so genannten “Softskills”, worunter eine Sozial- und Persönlichkeitskompetenz verstanden wird, wichtig. Dazu gehören etwa die Fähigkeiten, in Zusammenhängen denken zu können, Netzwerke aufbauen zu können, Arbeitsaufgaben in Gruppen kooperativ und verantwortlich bewältigen zu können, einschließlich kreativer Problemlösungsvorschläge und Ergebnisbeurteilung. In den engeren Bereich der „Selbstorganisationsdisposition“, die selbständiges Arbeiten ermöglichen soll, gehören methodische Kompetenzen wie Zeit- und Wissensmanagement, worunter auch der fachkundige Umgang mit Literatur und Daten fällt, aber auch kreatives Schreiben. Wichtige Kompetenzbereiche für Promovierende sind weiterhin Rhetorik und Präsentation.
Wo finden Promovierende Weiterbildungsangebote?
Angebote zum Erwerb oder der Vertiefung von Schlüsselkompetenzen für DoktorandInnen gibt es an den Weiterbildungszentren und Career-Centers der Universitäten. Auch die mit der Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses betrauten Abteilungen der Universitätsverwaltungen bieten oft Informationen und verweisen auf Angebote. Im Zuge der Einführung des gestuften Studienmodells sind an einigen Hochschulen nun Zentren für Schlüsselkompetenz entstanden, deren Angebote auch Promovierenden offen stehen. Die GEW hat ein vielseitiges Seminar-Programm aufgebaut, das für DoktorandInnen viele Informations- und Qualifizierungsmöglichkeiten bietet.