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News vom 18.05.2007Frankfurt a.M./London - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) und die Kultusministerkonferenz aufgefordert, einen Aktionsplan zur Stärkung der sozialen Dimension im Europäischen Hochschulraum vorzulegen. Dies sei eine Konsequenz aus dem Kommunikee, das die europäische Bildungsministerkonferenz heute in London unterzeichnet hat, unterstrich GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Freitag in Frankfurt a.M..
„Originäres Ziel des Bologna-Prozesses ist die Förderung der Mobilität von Studierenden und Beschäftigten. Dies kann nicht allein durch die Anpassung von Studienstrukturen erreicht werden – Mobilität hat auch eine soziale Dimension“, sagte Thöne. Die Möglichkeit, BAföG und Stipendien, aber auch Sozialversicherungsansprüche ins Ausland mitnehmen zu können gehörten dabei ebenso auf die Agenda wie die Forderung nach einem studiengebührenfreien Europäischen Hochschulraum.
Thöne warnte Bund und Länder davor, die Einführung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge bis 2010 unter Zeitdruck vorzunehmen. „Qualität geht vor Tempo – die Akzeptanz der neuen Abschlüsse bei den Studierenden und auf dem Arbeitsmarkt darf nicht aufs Spiel gesetzt werden“, sagte Thöne vor dem Hintergrund, dass erst 12,5 Prozent aller Studierenden in Bachelor- oder Masterstudiengänge eingeschrieben sind. „Bei der Sicherung der Berufsbefähigung der neuen Studiengänge müssen neben Arbeitgebern auch die Gewerkschaften einbezogen werden“, forderte der GEW-Vorsitzende. Er kritisierte, dass im Londoner Kommunikee die Gewerkschaften als Partner gar nicht vorkämen.