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Projektgruppe DoktorandInnen

Wir sind Promovierende und Promovierte aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Einige von uns finanzieren sich durch Stipendien; andere sind als wissenschaftliche MitarbeiterInnen – zumeist in Teilzeit – angestellt und/ oder promovieren berufsbegleitend, wieder andere bereiten ihre Promotion gerade vor oder haben dieselbe bereits erfolgreich abgeschlossen. Uns verbindet die Erfahrung, dass die Promotionsphase in Deutschland verbesserungsbedürftig ist und ein Interesse an Hochschulpolitik sowie das aktive wissenschaftspolitische Engagement als Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Ziele

Die deutsche Hochschullandschaft befindet sich seit einigen Jahren im Umbruch und mit ihr die Promotionsphase. Wie bei allen Reformen müssen auch hier Positionen entwickelt werden, welche die geplanten, anstehenden oder bereits durchgeführten Änderungen befürwortend unterstützen, kritisch begleiten oder begründet ablehnen. Dabei sind besonders die Interessen derer zu berücksichtigen, die im Zentrum der Reformen stehen. Für die Doktorandinnen und Doktoranden gilt, dass zumeist eher über sie als mit ihnen geredet wird.

Wettbewerbe um die beste Form der "strukturierten Promotion", eine Überlastung von Promovierenden durch promotionsferne Lehr- oder Forschungsverpflichtungen, ihre unzureichende soziale Absicherung, aber auch Gesetzesreformen oder die Reformdiskussion auf europäischer Ebene sind dabei nur einige Anlässe, die zur Mitgestaltung aufrufen und ihrer bedürfen.
Als VertreterInnen der Interessen von Promovierenden verstehen wir es als unsere Aufgabe, ExpertInnen für die unterschiedlichen Veränderungsprozesse zu sein, über diese zu informieren und vor allem aktiv und stellungbeziehend an den Reformen teilzunehmen.

Die Projektgruppe erarbeitet Stellungnahmen und Positionen der GEW zur Promotionsphase – aus der Interessenperspektive von Doktorandinnen und Doktoranden. Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt sind die Übergänge vom Studium in die Promotion und von der Promotion in nachfolgende Phasen der Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Aktivitäten

Die GEW-Projektgruppe DoktorandInnen hat sich Ende 2002 konstituiert und arbeitet bundesweit. Wir treffen uns mehrmals pro Jahr in Berlin, wo traditionell die Mehrheit der Aktiven wohnt. Mindestens einmal jährlich führen wir außerdem Wochenendseminare außerhalb Berlins durch. Dort bietet sich auch für alle Interessierten die Gelegenheit, "face to face" mitzudiskutieren und sich zu vernetzen. Damit ein Engagement zu Fragen der Promotion nicht an der räumlichen Distanz zu Berlin scheitert, unterstützt die Projektgruppe die Gründung und Arbeit lokaler wie landesweiter DoktorandInnen-Gruppen innerhalb der GEW.

Alle, die dabei mitarbeiten wollen, sind herzlich willkommen.

In der Vergangenheit haben wir Stellungnahmen und Positionen zu verschiedenen Reformen entwickelt, Seminare und Tagungen durchgeführt, mehrere Studien und ein Buch sind aus unserer Arbeit entstanden. Im laufenden Jahr (2011) gab es bisher u.a. folgende Aktivitäten:


Themen und Publikationen:


  • Verabschiedung des Positionspapiers zur Promotion mit FH-Abschluss;
  • Auseinandersetzung mit dem Thema „Elternzeit und Drittmittelfinanzierung (Stellen und Stipendien)“;
  • Organisation und Unterstützung verschiedener Templiner Manifest-Veranstaltungen in mehreren Universitätsstädten;
  • Auseinandersetzung mit dem Thema „Plagiate“.

Themen und Publikationen:


  • Frühjahr 2011 dreitägige ProGDok-Klausurtagung in der Akademie Schmöckwitz in Berlin, bei der die Projektgruppe ihre Ziele und Inhalte für das Jahr 2011 festgelegt hat;
  • DoktorandInnen-Seminar „Promotion im Brennpunkt“ vom 16.-19.06.2011 auf Sylt - Schwerpunktthemen waren die sich verschlechternden Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen und in der Wissenschaft. Das Seminar widmet sich der Frage, welche Reformen nötig sind und wie konkret vorgegangen werden kann, um eine bessere Absicherung und Strukturierung der Promotionsphase und der wissenschaftlichen Karriere zu erreichen. Weiter befassten die Teilnehmenden sich mit den Zugängen und Übergängen in die und von der Promotionsphase und hielten nach Best-Practice Beispielen der Umsetzung vor Ort Ausschau.

Über die Beteiligung von Mitgliedern der Projektgruppe an Tagungen, Podiumsdiskussionen und Konferenzen informiert die rechts verlinkte Seite.


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Mitglieder

Sprecher:
Johannes Moes

Andrea Adams
Sarah Al-Heli
Dr. Kristine Baldauf-Bergmann
Judith Bilstein
Dr. Roland Bloch
Fredrik Dehnerdt
Franziska Günauer
Niklaas Hofmann
Claudia Koepernik
Ingrid Keller-Russell
Anne Krüger
Alexandra Ortmann
David Piepenbrock
Doreen Pöschl
Daniele Resta
Julia Rüthemann
Anna Schütz
Robert Schuster
Kristina Skupin
Saphira Shure
Dr. Carsten Würmann


Ständige Gäste

Dr. Andreas Keller, GEW-Hauptvorstand
Anke Prochnau, GEW-Hauptvorstand


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Aktivitäten 2010

Nachstehend folgt ein kurzen Überblick über die Aktivitäten im Vorjahr (2010):

Themen und Publikationen:


  • Wissenschaftskonferenz 2010: Templiner Manifest – Das Templiner Manifest wurde auf der GEW-Wissenschaftskonferenz 2010 verabschiedet und fordert eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von WissenschaftlerInnen. Mitglieder der Projektgruppe DoktorandInnen waren an der Entwicklung eines ersten Entwurfes beteiligt, der bei der Wissenschaftskonferenz zur Diskussion gestellt und schließlich verabschiedet wurde.
  • Broschüre: „Promotion im Brennpunkt“ mit Grundlagentexten – In den vergangenen Jahren hat die Projektgruppe DoktorandInnen mehrere politische Papiere verfasst. Diese wurden nun gesammelt in der Broschüre „Promotion im Brennpunkt“ publiziert.
  • Thema: Promotion mit FH-Abschluss – Die Projektgruppe befasste sich mit der Frage nach den Promotionsmöglichkeiten von FH-AbsolventInnen. Im Zuge dessen wurde ein politisches Papier verfasst, das einen gleichberechtigten Zugang zu Promotion fordert und sich für einen Ausbau von Kooperationen zwischen Fachhochschulen und Universitäten, sowie von Stellen für wissenschaftliche MitarbeiterInnen an Fachhochschulen ausspricht
  • Regionalisierung der DoktorandInnenarbeit – In Folge vieler dezentraler Veranstaltungen zum Templiner Manifest kann die GEW nicht nur einen Mitgliederzuwachs verzeichnen, sondern zunehmend fragen NachwuchswissenschaftlerInnen nach lokalen und regionalen Vernetzungsangeboten und –möglichkeiten. Von Seiten der Projektgruppe DoktorandInnen wurden 2010 erste Überlegungen angestellt, wie eine Regionalisierung der DoktorandInnenarbeit aussehen könnte, konkrete Schritte sind für 2011 geplant.
  • Entwicklung eines Patenmodells für neue aktive Mitglieder – HuF als Abkürzung für „Hochschule und Forschung“, HV heißt „Hauptvorstand“. Da es jedoch nicht nur fremde Begriffe sind, mit denen neue Mitglieder konfrontiert werden, sondern diese oft auch gewerkschaftspolitische Abläufe und Strukturen fremd sind, hat die ProGDok sich überlegt ein Patenmodell für neue aktive Mitglieder zu entwickeln. Die „Patenschaft“ soll dazu beitragen, dass neue Mitglieder einen guten Einstieg und eine feste Ansprechperson bei Fragen haben.
  • Verabschiedung des Positionspapiers zum Status von DoktorandInnen (AP-HuF-2010/07) – DoktorandInnen sind keine Studierenden mehr, sondern WissenschaftlerInnen. Doch welcher hochschulinterne wie auch sozialrechtliche Status kommt ihnen an der Hochschule zu, in welchen Gremien können sie mitbestimmen? Hierzu stellt das Positionspapier konkrete Forderungen auf.
  • Follow up-Veranstaltungen zum Templiner Manifest – Die Reaktionen auf das Templiner Manifest ließen deutlich werden, dass wir mit dieser Erklärung die Bedürfnisse von NachwuchswissenschaftlerInnen an- und aussprachen. Im zweiten Halbjahr (2010) gab es daher zahlreiche Follow up-Veranstaltungen zum Templiner Manifest in Universitätsstädten in ganz Deutschland. Und: Um wirklich alle Interessierten zu erreichen wurde das Templiner Manifest inzwischen in Englisch und Französisch übersetzt.
  • Aktivitäten an der Universität Potsdam und an der Freien Universität Berlin zur Situation der wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und Lehrbeauftragten.

Themen und Publikationen:


  • DoktorandInnen-Seminar „Jetzt geht’s los! Wissenschaft gemeinsam gestalten!“ vom 09.-11.07.2010 in Würzburg - Zentrale Themen waren Mitbestimmung, Work-Life-Balance sowie die Promotionsmöglichkeiten von FH-AbsolventInnen.
  • Januar 2010 dreitägige ProGDok-Klausurtagung in der Akademie Schmöckwitz in Berlin, bei der die Projektgruppe ihre Ziele und Inhalte für das Jahr 2010 festgelegt hat.

Einen Überblick bis zum Jahr 2009 gibt es auf der rechts verlinkten eigenen Seite.


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Kontakt

Ansprechpartnerin beim GEW-Hauptvorstand:
Anke Prochnau
E-Mail-Adresse
Tel. 069/78973-313

Oder nehmt über das Online-Formular Kontakt mit uns auf.



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