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Außeruniversitäre EinrichtungenNicht nur werden die Stellenangebote an Universitäten und Hochschulen für Promovierte immer knapper, außeruniversitäre Einrichtungen wie die Max-Planck-Institute, Leibniz-Institute oder Institute der Fraunhofer-Gesellschaft bieten möglicherweise bessere Forschungsbedingungen und können einer Karriere sehr förderlich sein. Bessere Forschungsbedingungen bedeuten allerdings nicht immer bessere Arbeitsbedingungen: viele PostDocs, insbesondere nicht-deutsche, werden nicht mehr fest beschäftigt, sondern erhalten Stipendien ohne eine längerfristige soziale Absicherung.
Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) ist als größter deutscher außeruniversitärer Forschungsverband ein wichtiger Arbeitgeber für NachwuchswissenschaftlerInnen. In den 78 Instituten und Forschungseinrichtungen der MPG arbeiten rund 9.600 DoktorandInnen, PostDocs, GastwissenschaftlerInnen und studentische Hilfskräfte.
NachwuchswissenschaftlerInnen können an einem Max-Planck-Institut - im Anschluss an ihre Promotion - ein Forschungsvorhaben im Rahmen eines PostDoc-Stipendiums durchführen. Daneben gibt es für NachwuchswissenschaftlerInnen zeitlich befristete Beschäftigungsmöglichkeiten (BAT IIa) für die Dauer von maximal 5 Jahren.
Als besondere Form der Nachwuchsförderung bietet die Max-Planck-Gesellschaft die Einrichtung selbständiger Nachwuchsgruppen, die besonders begabte junge WissenschaftlerInnen fördert. Die LeiterInnen (erfahrene PostDocs) dieser Nachwuchsgruppen erhalten die Möglichkeit, sich im Rahmen eines auf 5 Jahre angelegten Forschungsprogramms mit eigenen Ressourcen in eigenverantwortlicher Tätigkeit für eine Leitungsposition in der Forschung zu qualifizieren.
In einer zentralen Datenbank können die Stellen- und Stipendienangebote der Max-Planck-Institute durchsucht werden. Sie werden aber auch in Zeitungen und Fachzeitschriften ausgeschrieben und lassen sich über die Stellenbörsen finden.
In der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) haben sich 84 Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung in Deutschland zusammengeschlossen. Ihren Ursprung hat die Leibniz-Gemeinschaft in der 1969 in der Bundesrepublik gegründeten „Blauen Liste“ (die Einrichtungen mit Forschungsvorhaben überregionaler Bedeutung und gesamtstaatlichen wissenschaftspolitischen Interesse förderte) und den ehemaligen Akademien der DDR. Alle Institute werden durch Bund und Länder kofinanziert.
Stellenausschreibungen für wissenschaftliche MitarbeiterInnen kann man zum Teil nicht zentral, sondern nur über die Seiten der einzelnen angeschlossenen Institute (siehe Liste) suchen.
Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt anwendungsorientierte Forschung (hauptsächlich in den Natur- und Ingenieurswissenschaften) für Unternehmen (Vertragsforschung) und staatliche Einrichtungen (Vorlaufforschung, Beratungen oder Studien). Vertragspartner und Auftraggeber sind Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie die öffentliche Hand. Rund 80 Forschungseinrichtungen sind an über 40 Standorten in ganz Deutschland tätig. Die Fraunhofer-Gesellschaft vergibt Wissenschaftspreise z.B. den Hugo-Geiger-Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs (beste Diplomarbeit/ Doktorarbeit in den Life Sciences) und hat eigene Stipendienprogramme bzw. ist an andere Programme (z.B. Marie Curie-Stipendien der EU) angebunden.
An den Forschungsinstituten werden Projektstellen für DoktorandInnen, MitarbeiterInnen und PostDocs ausgeschrieben, nach denen auf der Karriereseite gesucht werden kann.
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